Forschung

Meine Forschungsschwerpunkte

Psychiatrische Rehabilitation

Wohnen für Menschen mit psychischen Problemen - Seit mehreren Jahren habe ich mich in empirischen und theoretischen Projekten mit der Frage befasst, wie die Wohnversorgung von Menschen mit psychischen Problemen am besten zu organisieren ist. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich führen wir derzeit eine randomisierte Studie sowie eine Beobachtungsstudie zu dieser Frage durch.

Arbeitsrehabilitation für Menschen mit psychischen Problemen - In unserem Zentrum Psychiatrische Rehabilitation wird ein erfolgreiches Supported Employment-Programm seit vielen Jahren angeboten. Meine Forschung befasst sich in erster Linie mit der Fragestellung, wie gut solche Programme in der Routine laufen, nachdem sie sich in randomisierten Studien als überlegen herausgestellt haben

Psychiatrische Versorgung während der Pandemie - Zusammen mit mehreren Mitstreitenden aus allen Sprachregionen der Schweiz habe ich Vorschläge veröffentlicht, die notwendige Veränderungen und Anpassungen der Versorgung in der Pandemie aufzeigen.

Psychiatrische Epidemiologie

Prävalenz psychischer Probleme - Mit internationalen Teams habe ich systematische Übersichten und eine Meta-Analyse erstellt, die sich mit der Frage der Zunahme psychischer Störungen befassen (was nicht der Fall war, zumindest nicht bis zur Pandemie).

Psychische Probleme während der Pandemie - Unsere Forschungsgruppe hat mehrere Review-Projekte durchgeführt, welche das Ausmass pandemiebedingter psychischer Probleme in der Allgemeinbevölkerung sowie in besonders betroffenen Gruppen untersucht hat. In einem Rapid Review wurde zudem untersucht, wie sich die psychische Belastung in der Allgemeinbevölkerung während und nach dem ersten Lockdown 2020 entwickelt hat.

Theorie psychischer Probleme

Sowohl für die Versorgung als auch für die Forschung ist die Frage besonders relevant, was denn eine psychische Störung / Krankheit oder ein psychisches Problem ist. Ich habe mich seit vielen Jahren mit dieser umstrittenen Fragestellung befasst und arbeite aktuell mit einer Forschungsgruppe an einer Meta-Theorie hierzu.

Sozialwissenschaftliche Analysen der Coronavirus-Pandemie

Die Pandemie ist eine grosse Tragödie, die zahlreiche Menschenleben und Lebensverhältnisse betroffen hat. Als Soziologe hat mich zunächst interessiert, ob der Lockdown im Frühjahr 2020 notwendig war und ich bin in einem Buch zum Schluss gekommen, dass er angesichts zahlreicher Fehlentwicklungen vor der Pandemie unvermeidbar war. Daran anschliessend habe ich mir die Frage gestellt, wieso es quasi weltweit zu einem solchen Fehlverhalten hinsichtlich der Pandemiebekämpfung gekommen ist. Unsere Hypothese lautet: Gesellschaften folgen einem Zyklus des epidemischen Versagens, wenn sie mit einer solchen Problematik konfrontiert werden.

Aggression und unfreiwillige Behandlung im Gesundheitswesen

Der Umgang mit Aggression im Gesundheitswesen ist ein langjähriges Forschungsthema, das mich seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt. Aktuell befasse ich mich mit Kolleginnen und Kollegen der Berner Fachhochschule sowie der Universität Maastricht mit der Fragestellung von unfreiwilligen Behandlungen in der Akutsomatik.